Über Kaffeekamele und Satanskult
Reisegeschichten

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen. Naja, nicht immer.

Wenn ich Zeit habe, fahre ich gerne mal weg
Das ist der Grund, aus dem ich in Bebra steck
Eine Stunde, bis ich weiterfahren kann.
Tja, dann schau ich mir mal Bebra an.
Ein recht hübscher … äh… Ort kann man es bestimmt schon nennen
Auch wenn es nur die Bewohner kennen
Zumindest hörte ich bisher noch nie:
„Kommst du nach Bebra, da geht die Party.“
Die Vorgärten sind niedlich, akkurat und adrett
Eine Hundespielwiese, ach wie nett
Aber da! Oh Schreck! Eine Gardine hängt schief
Schämen die sich nicht? Ein Wunder, dass niemand die Polizei rief…
Bebras Straßenführung ist seltsam und ziemlich kompliziert
Schilder an Stellen, wo es sich nicht geziert
Ich sehe Felder, Hühner und Pferde
Auch einen Sattler, na das passt ja wie Natur zu alverde
Und ein Bestattungsinstitut
Diese Kenntnis tut gut
Sollte ich hier sterben, werde ich auch begraben
Die Gewissheit kann man nicht immer haben
„Vom Handwerk geprüft“, verrät ein Plakat
Da habe ich ja den Luxus um mich geschart.
Nach 20 Minuten hab ich alles gesehen
Und beschließe nun zurückzugehen.
Ruhe auf dem Bahnsteig, weit und breit keine Uhr
Unterführung zubetoniert, warum denn nur?
Maulwürfe, Obdachlose in der Nacht?
Also ich hätte das nicht gemacht,
Finde es nicht so geil,
Aber hey, das ist wohl Bebra-Style.
Der Zug fährt los, doch schon bald bei Mecklar
Stehen wir da und sehen da…
Was man in Mecklar sehen kann.

Nichts.

Was man nicht alles auf sich nimmt, um nach Mainz zu kommen.
Lust auf noch mehr Gedichte, Quatsch und Erzählungen?

4. Poetenschlacht
14. März 2015
Beginn: 19:00 Uhr
Swing Cafe
Eintritt frei

 

Text und Foto: Eva Stützer

2 Gedanken zu „Über Kaffeekamele und Satanskult“

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