Über Kaffeekamele und Satanskult
Sport frei!

Deutschland ist zu dick und weiß es. Überall sprießen Fitnessstudios aus dem Boden und alle melden sich dort an als würde man allein deshalb 10 Kilo abnehmen.

Gerade im Januar ist das Bemühen, sich mal weiter zu bewegen als im ewigen Dreieck Bett-Kühlschrank-Bad, äußerst groß.

Warum ich über Sport schreibe? Ganz einfach: Die Schule zwingt mich dazu. Bei uns gibt es keine regulären Sportstunden, sondern eine Woche nonstop pro Schulhalbjahr. Fünf Tage lang sechs Stunden Sport.
Aerobic, Pilates, Grundübungen, Muskeltraining, Ausdauerschwimmen, Aquafitness. Todesurteil, denkt ihr sicher.

Aber nein, so schlimm ist es gar nicht. Die Bewegung ist nützlicher als so einige Schulfächer und in der Gruppe macht es auch Spaß, ebenfalls mehr als „normale“ Schule.

Außerdem spürt man sich hinterher und merkt, dass man noch am Leben ist, auch wenn man den Muskelkater mit Totenstarre umgehen will.

Sobald man sportlich aktiv ist, vergeht einem auch der Appetit auf ungesundes Essen.
Doch dann ist die Woche vorbei, der Elan weg und eine Portion Pommes auf dem Teller.
Die Welt ist ungerecht.

Text und Foto: Eva Stützer