QUODLIBET
Gedichte von Angelika Arend

Das könnte besser nicht sein. Ein kleiner Band mit Gedichten von Angelika Arend und Fotografien von Helmuth Brandl, die sich so wunderbar ergänzen.

“QUODLIBET“ ist ein Begriff aus der Welt der Musik, bedeutet im Lateinischen „wie es beliebt“ oder „was beliebt“. Eine Einladung ist es, in der Welt der kleinen Form auf literarische Entdeckungsreise zu gehen, sich an Bildern und Texten zu erfreuen.

Zwei Gedichte seien hier genannt, sollen Leseanreiz sein, Rezept und Geheimtipp und Helfer im Alltag, der mitunter mit seinen Anforderungen und Zwängen sehr viel Kraft kostet und Menschen zu überrennen droht.

„Ich ging in der großen Ruhe hoher Fichten so für mich hin und unterhielt mich lautlos mit mir selber. Das will ich noch oft tun.“

„Wenn der immergrüne Wald dir schwarze Tränen ins Auge treibt,
wenn dein schönes Haus nichts als Schatten birgt,
wenn der Weg zum Telefon zu lang ist, der Hörer zu schwer,
die Stimme verschüttet – steht unverhofft ein guter Mensch vor deiner Tür.
Raff dich auf und lass ihn ein.“

Darüber hinaus überrascht die Autorin beispielsweise mit jeweils einem eigenen Gedicht zu anderen, teils wohlbekannten, teils weniger bekannten Versen: Der Titel „Rhapsodie“ hält ihre Version bereit zu „Die Gedanken sind frei“; die Leser finden Angelika Arends Gedanken zu Zeilen von Karl Valentin, Eugen Roth, Bertolt Brecht, Heinz Erhardt, Christian Morgenstern, Gottfried Benn.

Es lohnt sich, eine Mini-Auszeit zu nehmen, um zur Ruhe zu kommen, nachzudenken, froh zu werden.

 

Christine Bose
Dipl.-Journalistin

 
Angelika Arend
Quodlibet
Gedichte
120 Seiten
ISBN 978-3-95462-669-4
Preis: EUR 9,95
Mitteldeutscher Verlag