Über Kaffeekamele und Satanskult
Völlig fertig

Dieses harte Studentenleben kann einen schon ziemlich kaputt machen.

Freunde, ich hatte eine harte Woche.
Der Montag diente erst einmal zur Vorbereitung. Zwischen Uni, Supermarkt und Wohnung hin- und herhetzen, damit man nichts verpasst und alles im Haus hat, was man so braucht, um nicht verhungern zu müssen. Das mit der Selbstversorgung stellt sich irgendwie als anstrengender heraus als gedacht.

Dienstag hat mir dann die Kante gegeben. Nicht nur, dass ich schon um 7:30 Uhr in der Vorlesung sitzen musste, nein, am frühen Nachmittag bin ich gen Mainz aufgebrochen, denn die dortige Uni veranstaltete ein Poetry Slam Spezial mit rein weiblichem Line Up. Also mal schön sechs Stunden durch Deutschland fahren und versuchen, nebenbei die abartig schwierigen Hausaufgaben zu lösen.
Dafür gab es aber ein Abstimmungssystem mit Rosen, die man mitnehmen durfte. Bachelorscheiße.
Nein, es war ein großartiger Abend und ein wahrhaft luxuriöses Hotelzimmer.

Traumhaft, wenn ein Mittwoch mit einem fantastischen Frühstück (das man nicht selbst zubereiten musste) beginnt. Wenn dann noch Buß- und Bettag ist, was bedeutet, dass der sächsische Student frei hat, kann es kaum besser werden. Auf der Suche nach dem einen oder anderen Etwas bin ich danach eine Stunde durch Mainz gehetzt, bevor ich die ewige Zugfahrt zurück antrat.

Am Donnerstag jagte ein Termin den nächsten. Ich war schon am Vormittag fix und fertig. Als ich abends heim kam, war mein Mitbewohner plötzlich Bachelor. Das musste natürlich in kleiner Runde begossen werden.

Der Freitag startete mit einem leichten Kratzen im Hals. Doch kaum saß ich in der Bibliothek, hatte mich der Blitzschnupfen erwischt. Dem Gefühl, das eigene Gehirn hätte sich verflüssigt und tropfe jetzt aus dem Kopf heraus, zum Trotz habe ich vorbildlich meine Pflichten gemäß Putzplan erledigt und auch noch Nachhilfe gegeben.

Am Samstag war die große Jubiläumsfeier meiner Uni, die mit großem Pomp und viel weggeworfenem Geld veranstaltet wurde. Mein Plan für diesen Abend war heftig betrinken. Hab ich geschafft.

Dementsprechend fühle ich mich heute auch etwas müde. Aufgrund dieser und weiterer Aktivitäten gedachte ich eigentlich, meinen „Über Kaffeekamele und Satanskult“- Plan mal außer Acht zu lassen. Hätte ja eh keinen interessiert, wenn eine Ausgabe ausfällt, dachte ich. Doch anscheinend habe ich einen einzigen Leser, der unbedingt darauf besteht, dass heute noch ein Kaffeekamel erscheint.

Da hast du, Basti.

Ich geh jetzt wieder ins Bett.

2 Gedanken zu „Über Kaffeekamele und Satanskult“

  1. Vielen Dank, der Genuss der Lektüre war mir ein inneres Blumenpflücken.
    Besonders bemerkenswert, wie du es schaffst, mich elegant aus diesem Wochenbericht zu schneiden. Großes Lob dafür.
    Das Titelbild könnte durchaus besser sein, ich hoffe du gehst beim nächsten Mal auf meine Vorschläge ein.
    Ansonsten ´gute Nacht und gute Besserung 🙂

    1. Schönen Dank.
      Ich tue doch gern, was dich glücklich macht. Aber da siehste mal, wo meine Prioritäten liegen. 😀
      Erstell bessere Memes und ich mach das vielleicht. Die meisten Menschen mögen lustige Katzenbilder. Davon habe ich viele.

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