Über Kaffeekamele und Satanskult
Im Namen der Göttin der Musik unterwegs

Beim Open Flair hatten Lioba Döring und Eva Stützer die Ehre, die Wohnraumhelden zu interviewen. Hier die ausführliche Version:

Ihr seid jetzt zum fünften Mal beim Flair. Hat sich etwas verändert?
Es war auf der Seebühne in den letzten Jahren voller. Gestern war es etwas mau. Haben wir noch nicht so erlebt, aber das ist bestimmt auch wetterabhängig. Sie sind bestimmt entweder am See oder an der HR3 Bühne. Ansonsten ist das unser Lieblingsfestival.

Könnt ihr kurz beschreiben, wer ihr seid und was ihr macht?
(Rattert herunter) Wir sind die Wohnraumhelden, wir sind im Namen der Göttin der Musik unterwegs. Wir glauben an das Gute, wir kämpfen für das Gute. Haste das? Haste das?
Wir versuchen, ein kleines Licht der Hoffnung, der Liebe in der Welt zu entzünden. Mit Hilfe der Melodien, die uns direkt die Göttin der Musik in unsere Hirne einpflanzt.

Wie sieht das auf der Bühne aus?
Je nachdem, wo wir spielen. Meist haben wir unsere kleine Bühne im Laster dabei. Da spielt der Trashfaktor eine große Rolle. Aber heute sind wir mit der großen Big Band, der Wohnraumhelden Heldenliga auf der Seebühne unterwegs. Ich bin auch schon ein bisschen nervös, aber das wird bestimmt schön.

Welche Instrumente habt ihr?
Ein Potpurri: ein Kinderschlagzeug, ein Keyboard, zwei Gitarren und zwei Mikrophone. Seit neuestem auch eine Bassbalaleika.

Wie kamt ihr auf die Idee, das so zu gestalten?
Unser Techniker hat diesen Kleinwagen zum Geburtstag geschenkt bekommen. Ein Pop Art Künstler hat ihn dann bemalt. Das sah so süß aus, dass wir dachten, es gäbe eine tolle Bühne ab. Damit spielen wir seit sechs Jahren.

Und euer Name?
Wir haben im Wohnzimmer angefangen, Musik zu machen. Unsere ersten Lieder wurden dort komponiert und wir fanden uns cool.

Wie wird euer Auftritt?
(Scherzt) Wir treten leider gegen meine Lieblingsband Kraftklub an. Uns wird manchmal vorgeworfen, dass wird der Hauptbühne die Show stehlen, weil wir so einen Alarm schlagen. Könnte für Kraftklub blöd sein. Wenn ihr die seht, sagt ihnen, es tut uns leid. Sie sollen uns nicht böse sein. Wir sind für die Organisation nicht zuständig.

Was sind eure nächsten Pläne?
Die Übernahme der Weltherrschaft. Wir haben noch ein paar Festivals. Und dann bauen wir das mit der Großbesetzung aus, das machen wir erst zum dritten Mal. Wir wollen eine Platte machen und mit ihnen auf Tour gehen. Immer im Laster spielen ist nicht gut für den Rücken. Wir werden ja auch nicht jünger.

Was ist in euren Kühlschränken?
B-Man Major: Ich habe einen Sohn und einen gut gefüllten Kühlschrank mit allem möglichen gesunden Zeug. Wenn du ein Kind hast, musst du auf die Ernährung achten. Also Ketchup, Mayo…
C-Punkt: Bei mir nur Bio und kein Fleisch.

 

 

Interview und Foto: Eva Stützer und Lioba Döring, Open Flair 2015